Akustischer Stolperstein für Cora Berliner

Uraufführung am 9. November 2018
Gedenkveranstaltung zum 80. Jahrestag der Pogromnacht im Rathaus Schöneberg





Cora Berliner (1890 – 1942)
Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlerin, Professorin, Regierungsrätin

Cora Berliner ist eine beruflich sehr erfolgreiche Frau. Vom extern abgelegten Abi an einem Jungengymnasium über ihre Dissertation bis zur Professorin für Wirtschaftswissenschaften, Regierungsrätin, Leiterin im Reichswirtschaftsamt. Und manches mehr. Die Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 setzt ihrer beachtlichen Laufbahn ein Ende. Nun widmet sie ihre ganze Kraft und ihr Können ihren jüdischen Mitbürger*innen und wird eine Wegbereiterin der Sozialen Arbeit, damals Fürsorge genannt. Als stellvertretende Vorsitzende des Jüdischen Frauenbundes kümmert sie sich besonders intensiv um die Auswanderung von Mädchen und Frauen. Mit ihrer unbändigen Arbeitslust und Leidenschaft des Helfens kann sie viele Menschenleben retten, ehe sie im Juni 1942 deportiert und wahrscheinlich im weißrussischen Maly Trostinez nahe Minsk ermordet wird.

Nach Cora Berliner ist die Straße benannt, an der das Denkmal für die ermordeten Juden Europas liegt. Am 8. November 2018 gab es dort die Lesung der Namen der 55.696 ermordeten Berliner Juden aus dem Gedenkbuch des Landes Berlin. JEDER MENSCH HAT EINEN NAMEN.



https://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/cora-berliner
https://de.wikipedia.org/wiki/Cora_Berliner
https://www.stolpersteine-berlin.de/de/biografie/5248