Akustischer Stolperstein für Elli Smula

Elli Smula

  • Geboren am 10. 10. 1914 in Berlin-Charlottenburg
  • Inhaftiert vom 12. 09. 1940 bis zum 30. 11. 1940 im Polizeigefängnis Alexanderplatz
  • Deportiert am 30. 11. 1940 nach KZ Ravensbrück
  • Gestorben 08. 07. 1943 im KZ Ravensbrück


Briefe, Bilder, persönliche Unterlagen hat Elli Smula nicht hinterlassen. Sie war Arbeiterin, ledig. Im Juli 1940 wurde sie bei der BVG dienstverpflichtet als Straßenbahnschaffnerin. Schon wenige Wochen später wurde sie von der Gestapo verhaftet und ins Polizeigefängnis am Alexanderplatz eingeliefert. Sie war denunziert worden, und mit ihr eine Kollegin, Margarethe Rosenberg. In einem Vermerk der Gestapostelle IV B 1 c vom 26. September 1940 heißt es:
„Bei der BVG wurde darüber Klage geführt, daß auf dem Straßenbahnhof in Treptow einige Straßenbahnschaffnerinnen angestellt seien, die regen Verkehr mit Kameradinnen ihres Betriebes in lesbischer Hinsicht unterhalten. So wurde behauptet, daß sie Arbeitskameradinnen mit in die Wohnung nehmen, sie unter Alkohol setzen und dann mit ihnen gleichgeschlechtlich verkehren. Am nächsten Tage seien die Frauen dann nicht in der Lage gewesen, ihren Dienst zu versehen. Dadurch wurde der Betrieb des Straßenbahnhofs Treptow stark gefährdet.“
Die Gestapo ordnete die Einweisung in ein Konzentrationslager an. Im Frauen KZ Ravensbrück trug Elli Smula dann den roten Winkel für politische Gefangene. In der Zugangsliste vom 30. November 1940 hatte sie die Nummer 11 mit dem Zusatzvermerk: lesbisch. Elli Smula starb im KZ unter ungeklärten Umständen.
Details und Quellenangaben siehe
https://www.stolpersteine-berlin.de/de/biografie/7460
https://de.wikipedia.org/wiki/Elli_Smula


Der „Akustische Stolperstein“ für Elli Smula wurde erstmals auch visuell gearbeitet, obwohl oder gerade, weil von Elli Smula keine Bilder oder persönlichen Dokumente existieren.